Genauer als rektale(1) oder Stirn(2)-Messung Eine Messung der Körperkerntemperatur sagt am meisten darüber aus, ob jemand Fieber hat oder nicht. Hierbei handelt es sich um die Temperatur der lebenswichtigen Organe, wie Herz und Gehirn. Da es jedoch nicht möglich ist, die Temperatur an diesen Stellen zuhause oder in der Arztpraxis zu messen, haben sich andere Körperstellen herausgestellt, die für eine Temperaturmessung leichter zugänglich sind.
Da das Trommelfell und das Temperaturkontrollzentrum im Gehirn durch gemeinsame Blutgefäße versorgt werden, spiegelt es am genauesten die Körperkerntemperatur wider. Daher werden Veränderungen der Körpertemperatur im Ohr schneller und genauer angezeigt als an anderen Körperstellen. Aus diesem Grund eignet sich das Ohr optimal zur Temperaturmessung und ist klinisch bewiesen ein zuverlässiger Indikator für die tatsächliche Körperkerntemperatur.
Keine andere Messmethode zu Hause ist genauer
- Eine rektal gemessene Temperatur kann nur zeitverzögert Veränderungen der Körperkerntemperatur anzeigen. Außerdem besteht bei dieser Methode die Gefahr einer Ansteckung.
- Eine Stirn-Messung ermittelt die Temperatur der Haut und nicht die eigentliche Körperkerntemperatur. Aus diesem Grund kann die Temperatur durch äußere Faktoren wie schwitzen oder Zugluft beeinflusst werden.
- Die im Mund gemessene Temperatur kann durch Trinken, Essen und schnelles Atmen beeinflusst werden.
- Temperaturmessungen in der Achselhöhle geben eher Aufschluss über die Hauttemperatur und sind daher kein verlässlicher Indikator für die Körperkerntemperatur.
Klinische Studien bestätigen, dass Ohr-Thermometer Temperaturänderungen schneller erfassen als eine rektale Messung bzw. genauere Ergebnisse ermitteln als rektale oder Stirn-Messung.
(1) Bei Temperaturänderungen (2) Nimah M et al, PediatrCirt Care Med Suppl, 2003
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